Kleidersammlung mit Tradition – seit 1890 sammelt Bethel Kleidung, Schuhe, Bücher, Möbel, Haushaltswaren und vieles mehr.
Immer noch im ursprünglichen Gebäude: Unsere günstigen Brosa-Shops und der beliebte Antik-Laden
Auch logistisch hat sich die Brockensammlung an die Anforderungen eines modernen Unternehmens angepasst.

Brockensammlung – Bethel-Betrieb mit langer Geschichte

„Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkomme.”

Mit diesem Leitspruch aus Joh. 6.12 wurde die Brockensammlung der v. Bodelschwingschen Stiftungen Bethel 1890 ins Leben gerufen. Heute ist sie der größte Secondhand-Verkauf in Bielefeld und Umgebung.

Einer Geschichte nach geht die Gründung auf eine Idee des in Bethel lebenden Karl Schnitger zurück, der sich darüber aufregte, dass zu viele Dinge, teilweise nur leicht beschädigt, einfach weggeworfen wurden.

Auf seine Anregung hin soll Pastor von Bodelschwingh im Herbst 1890 den Aufruf „Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkomme” verfasst haben, der dann auch zum späteren Leitspruch wurde. Man bat die Bevölkerung Bielefelds und der Umgebung um Zusendung nicht mehr benötigter Kleidung, Bilder, Münzen, Uniformen und ähnlicher Dinge.

Kleine Bitte mit großer Wirkung

Die Resonanz auf diesen Aufruf war so groß, dass der vorgesehene Lagerschuppen bald nicht mehr ausreichte. Bereits 1891 wurde ein eigenes Gebäude gebaut, in dem die abgegebenen Spenden repariert und wieder verkauft wurden.

So entstanden eigene kleine Werkstätten. Bald fanden viele der in Bethel betreuten Schützlinge in Tischlerei, Drechslerei, Schlosserei, Buchbinderei und sogar einer kleinen Goldschmiede Arbeit und oft sogar Lebensaufgabe. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Werkstätten wie z. B. die Korbflechterei oder Handweberei, in der dann sogar eigene Produkte hergestellt wurden, hinzu.

Bis heute finden eine Vielzahl von Menschen mit Behinderung oder Einschränkung Arbeit in den Betheler Betrieben, die sich aus dieser Idee, Menschen sinnvolle Arbeit zu geben – gemäß dem Bodelschwingh-Wort „Keiner ist ohne Gaben” – entwickelt haben.

Brosa Historie

1890
Erster Aufruf zur Spendensammlung durch Pastor von Bodelschwingh

1891
Die Brockensammlung bezieht ein eigenes Gebäude

1894
Eröffnung des „Haus Tiberias” als Wohnhaus der Brockensammlung.
Dort entstehen auch Werkstätten, wo die Eigenproduktion mit der Herstellung von Blechspielzeug beginnt.

ca. 1900
Erweiterung der Eigenproduktion um die Herstellung von Aluminium-Geschirr.

1913
Einweihung des „Weihnachtshäuschens” – hier wurden Spenden der Brosa gesammelt, die als Weihnachtsgeschenke für die Bethel Bewohner dienen konnten.

1931
Bau von „Pangilo” – hier wurden die Sachspenden gesammelt, die in den Bethel Häusern genutzt werden konnten.

1944
Die Brockensammlung wird von 30 - 40 Brandbomben getroffen, das „Haus Tiberias” wird stark beschädigt.

1945
Wiederaufbau: nach Kriegsende wurden die Schäden bis zum November beseitigt.

1999
Mitglied im Dachverband FairWertung e.V.

2014
Neubau einer neuen Halle für die Brockensammlung